Ubiquiti UniFi Building Bridge XG - Wireless Bridge - 10GbE - Wi-Fi 5 - 802.11ad (WiGig) - 5 GHz, 60 GHz (Packung mit 2)
UniFi Building Bridge XG: Professionelle 60-GHz-Funkbrücke für Hochgeschwindigkeits-Netzverbindungen
Die UBIQUITI UniFi Building Bridge XG ist eine spezialisierte Wireless Bridge-Lösung für professionelle Point-to-Point-Verbindungen zwischen Gebäuden. Das 2er-Set nutzt die 60-GHz-Frequenz nach IEEE 802.11ad-Standard und erreicht laut Hersteller Datenraten von bis zu 6 Gbps. Mit ihrer robusten Außenkonstruktion aus UV-stabilisiertem Polycarbonat und Aluminiumlegierung ermöglicht sie zuverlässige Netzwerkverbindungen über Distanzen bis zu 500 Metern. Die Lösung richtet sich primär an Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Serviceprovider, die kosteneffiziente Alternativen zu Glasfaser-Verkabelung zwischen Gebäuden suchen.
60-GHz-Technologie und Übertragungsleistung
Das Herzstück der UniFi Building Bridge XG ist die 60-GHz-Funktechnik nach IEEE 802.11ad-Standard, auch als WiGig bekannt. Diese Frequenz bietet entscheidende Vorteile für Point-to-Point-Verbindungen: Die hohe Frequenz ermöglicht extrem breite Kanäle und damit massive Bandbreiten, ist aber gleichzeitig stark gerichtet und wenig störanfällig gegenüber anderen Funkdiensten.
Mit einer maximalen Datenrate von 6 Gbps im 60-GHz-Band übertrifft die Bridge XG herkömmliche 5-GHz-Lösungen deutlich. Zum Vergleich: Im parallelen 5-GHz-Band erreicht das Gerät 866,6 Mbps nach IEEE 802.11ac-Standard. Die 60-GHz-Verbindung bietet somit fast die siebenfache Bandbreite und erreicht Geschwindigkeiten, die mit 10-Gigabit-Ethernet-Verbindungen konkurrieren können.
Die physikalischen Eigenschaften der 60-GHz-Frequenz bringen sowohl Vorteile als auch Einschränkungen mit sich. Positiv ist die geringe Interferenz mit anderen Funkdiensten, da diese Frequenz hauptsächlich für lizenzfreie Punkt-zu-Punkt-Verbindungen genutzt wird. Die starke Dämpfung durch Hindernisse wie Wände, Bäume oder sogar Regentropfen macht eine direkte Sichtverbindung (Line of Sight) zwischen den beiden Bridge-Punkten zwingend erforderlich. Dies ist bei der Planung der Installation unbedingt zu berücksichtigen.
Konnektivität und Netzwerkintegration
Die Netzwerkanbindung erfolgt über zwei verschiedene Ethernet-Schnittstellen, die unterschiedliche Einsatzszenarien abdecken. Der SFP+-Port unterstützt 10-Gigabit-Ethernet und ermöglicht die Nutzung verschiedener SFP+-Module – von Kupfer-Modulen für kurze Distanzen bis hin zu Glasfaser-Modulen für längere Strecken innerhalb des Gebäudes. Diese Flexibilität ist besonders wertvoll, wenn die Bridge in bestehende Glasfaser-Infrastrukturen integriert werden soll.
Zusätzlich steht ein Gigabit-Ethernet-Port (RJ-45) mit PoE++-Unterstützung zur Verfügung. Dieser Port dient nicht nur der Datenübertragung, sondern auch der Stromversorgung der gesamten Unit über Power over Ethernet. Mit PoE++ (IEEE 802.3bt) können bis zu 60 Watt übertragen werden, was für den Betrieb der Bridge XG vollkommen ausreichend ist. Die mitgelieferten PoE-Injektoren stellen sicher, dass auch Switches ohne PoE++-Unterstützung verwendet werden können.
Das Gerät unterstützt alle gängigen Ethernet-Standards von Fast Ethernet (100 Mbps) bis 10-Gigabit-Ethernet und ist damit rückwärts kompatibel zu bestehenden Netzwerkinfrastrukturen. VLAN-Management ermöglicht die Segmentierung des Netzwerkverkehrs, was besonders in Unternehmensumgebungen mit verschiedenen Abteilungen oder Sicherheitszonen wichtig ist.
Robustes Außengehäuse und Umweltresistenz
Die mechanische Konstruktion der Building Bridge XG ist für den dauerhaften Außeneinsatz konzipiert. Das Gehäuse besteht aus einer Kombination von UV-stabilisiertem Polycarbonat und Aluminiumlegierung, was sowohl Witterungsbeständigkeit als auch effiziente Wärmeableitung gewährleistet. Die IPX6-Zertifizierung bestätigt den Schutz gegen starken Wasserstrahl aus beliebiger Richtung, was den Einsatz auch bei extremen Wetterbedingungen ermöglicht.
Mit Abmessungen von 19,18 x 19,18 x 5,9 Zentimetern und einem Gewicht von 1,7 Kilogramm ist die Bridge kompakt genug für die meisten Installationsszenarien. Die quadratische Grundfläche mit der geringen Bauhöhe minimiert die Windangriffsfläche, was bei Dachmontagen ein wichtiger Faktor ist. Das mitgelieferte Stab-Montage-Kit ermöglicht die Installation an Standard-Masten, alternativ sind auch Wand- oder Dachbefestigungen möglich.
Der Betriebstemperaturbereich von -40°C bis +55°C macht die Bridge auch für extreme Klimazonen geeignet. Diese Spezifikation übertrifft viele Consumer-Geräte deutlich und entspricht industriellen Standards. Die zulässige Luftfeuchtigkeit von 5 bis 95 Prozent (nicht kondensierend) deckt praktisch alle realistischen Einsatzbedingungen ab.
Verschlüsselung und Netzwerksicherheit
Sicherheit spielt bei professionellen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eine zentrale Rolle. Die Building Bridge XG unterstützt WPA2-Verschlüsselung mit AES-Algorithmus, was dem aktuellen Industriestandard für WLAN-Sicherheit entspricht. Diese Kombination bietet effektiven Schutz gegen Abhörversuche und Man-in-the-Middle-Attacken.
Die Konfiguration und Verwaltung erfolgt über das UniFi Network Controller-System von Ubiquiti. Dieses zentrale Management-Tool ermöglicht die Überwachung und Konfiguration aller UniFi-Geräte in einem Netzwerk von einer einzigen Oberfläche aus. Bluetooth-Verwaltungsfunktionen vereinfachen die Ersteinrichtung, da keine physische Verbindung zum Gerät erforderlich ist.
LED-Statusanzeigen an beiden Bridge-Einheiten geben visuelles Feedback über Verbindungsstatus, Signalqualität und eventuelle Störungen. Dies ist besonders bei der Installation und Fehlerbehebung hilfreich, da Techniker den Status direkt am Gerät ablesen können, ohne auf Software-Tools angewiesen zu sein.
Installation und Ausrichtung
Die erfolgreiche Installation einer 60-GHz-Bridge erfordert präzise Planung und Ausrichtung. Die maximale Reichweite von 500 Metern bezieht sich auf optimale Bedingungen mit freier Sichtverbindung. In der Praxis sollten Faktoren wie Gebäudeschwankungen durch Wind, thermische Ausdehnung und mögliche Hindernisse wie Vögel oder saisonaler Bewuchs berücksichtigt werden.
Die 60-GHz-Technologie ist anfällig für atmosphärische Dämpfung, insbesondere bei starkem Regen. Dieser als "Rain Fade" bekannte Effekt kann die Verbindungsqualität temporär beeinträchtigen. Für kritische Anwendungen sollte daher eine Redundanz-Strategie entwickelt werden, beispielsweise durch eine zweite Bridge auf einer anderen Frequenz oder eine Backup-Verbindung über das öffentliche Internet.
Das mitgelieferte Montagezubehör umfasst alles für eine standardkonforme Installation. Die PoE-Injektoren werden typischerweise in klimatisierten Innenräumen installiert und über Ethernet-Kabel mit den Außen-Einheiten verbunden. Die maximale Kabellänge für PoE++ beträgt standardmäßig 100 Meter, was für die meisten Installationsszenarien ausreichend ist.
Ideal für diese Einsatzbereiche
Campus-Vernetzung in Bildungseinrichtungen: Verbindung von Hauptgebäuden mit Nebenstellen, Sporthallen oder temporären Gebäuden. Die hohe Bandbreite von 6 Gbps ermöglicht die gleichzeitige Übertragung von Hunderten von Videostreams für E-Learning-Anwendungen oder die Anbindung von Serverräumen ohne kostspielige Tiefbauarbeiten.
Unternehmens-Standortvernetzung: Verbindung von Bürogebäuden, Produktionshallen oder Lagerhäusern auf demselben Firmengelände. Die VLAN-Unterstützung ermöglicht die sichere Trennung verschiedener Abteilungsnetzwerke über eine einzige physische Verbindung. Mit 10-Gigabit-Ethernet-Anbindung können auch bandbreitenintensive Anwendungen wie Backup-Systeme oder Videoüberwachung realisiert werden.
Internet Service Provider (ISP) Last-Mile-Lösungen: Anbindung von Gewerbegebieten oder abgelegenen Standorten an das Backbone-Netzwerk. Die 6-Gbps-Kapazität reicht aus, um mehrere Kunden gleichzeitig mit Hochgeschwindigkeits-Internet zu versorgen. Die robusten Umweltspezifikationen gewährleisten zuverlässigen 24/7-Betrieb auch bei extremen Wetterbedingungen.
Temporäre Großveranstaltungen: Schnelle Netzwerkanbindung für Messen, Festivals oder Sportveranstaltungen. Die Bluetooth-basierte Konfiguration und das unkomplizierte Montagesystem ermöglichen einen schnellen Aufbau ohne spezialisierte Installationsteams. Nach der Veranstaltung können die Geräte einfach demontiert und an anderen Standorten wiederverwendet werden.
Backup-Verbindungen für kritische Infrastrukturen: Redundante Verbindung neben der primären Glasfaser-Anbindung für Rechenzentren, Krankenhäuser oder Produktionsanlagen. Im Falle eines Glasfaser-Ausfalls durch Bauarbeiten oder Naturkatastrophen kann die Bridge XG als Backup-Verbindung die Geschäftskontinuität sicherstellen.
Häufige Fragen zur UniFi Building Bridge XG
Welche Reichweite ist in der Praxis realistisch?
Laut Hersteller beträgt die maximale Reichweite 500 Meter bei optimalen Bedingungen. In der Praxis hängt die tatsächliche Reichweite stark von Umweltfaktoren ab. Bei freier Sichtverbindung und guten Wetterbedingungen sind Distanzen von 300-400 Metern problemlos möglich. Regen kann die Signalstärke deutlich reduzieren, weshalb für kritische Anwendungen kürzere Distanzen oder Backup-Verbindungen empfehlenswert sind.
Ist eine Sichtverbindung zwingend erforderlich?
Ja, 60-GHz-Funkverbindungen erfordern eine direkte Sichtverbindung (Line of Sight) zwischen beiden Bridge-Einheiten. Bereits kleine Hindernisse wie Äste, Vogelschutzgitter oder starker Regen können die Verbindung beeinträchtigen oder unterbrechen. Bei der Standortplanung sollten auch saisonale Veränderungen wie Laubwuchs berücksichtigt werden.
Können mehrere Bridge-Paare parallel betrieben werden?
Ja, mehrere UniFi Building Bridge XG-Paare können parallel in derselben Umgebung betrieben werden. Die 60-GHz-Technologie ist stark gerichtet und verursacht wenig Interferenzen mit anderen Funkdiensten. Allerdings sollten sich die Funkstrahlen der verschiedenen Bridges nicht überschneiden, um gegenseitige Störungen zu vermeiden.
Welche SFP+-Module sind kompatibel?
Der SFP+-Port unterstützt Standard-SFP+-Module nach IEEE 802.3ae für 10-Gigabit-Ethernet. Dazu gehören Kupfer-Module für Distanzen bis 30 Meter (10GBASE-T), Glasfaser-Module für kurze Reichweiten (10GBASE-SR) und Langstrecken-Module (10GBASE-LR). Die Kompatibilität spezifischer Module sollte vor der Beschaffung mit Ubiquiti oder dem Modulhersteller abgeklärt werden.
Wie erfolgt die Stromversorgung in der Praxis?
Die Stromversorgung erfolgt über PoE++ (IEEE 802.3bt) mit bis zu 60 Watt Leistung. Die mitgelieferten PoE-Injektoren werden typischerweise in Innenräumen installiert und über Standard-Ethernet-Kabel (Cat6/Cat6a) mit den Außeneinheiten verbunden. Die maximale Kabellänge beträgt 100 Meter. Bei längeren Distanzen können PoE-Extender eingesetzt werden.
Ist eine Integration in bestehende UniFi-Netzwerke möglich?
Ja, die Building Bridge XG ist vollständig in das UniFi-Ökosystem integriert und wird über den UniFi Network Controller verwaltet. Alle Bridge-Parameter können zentral konfiguriert und überwacht werden. VLAN-Konfigurationen und Netzwerk-Policies werden nahtlos zwischen angeschlossenen UniFi-Switches, Access Points und anderen Netzwerkkomponenten synchronisiert.
Allgemein
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Beratung, Garantie und Betreuung
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Eingerichtet und betreut geliefert
Auf Wunsch kommt das Gerät mit Microsoft 365, SentinelOne Endpoint-Schutz und Backup eingerichtet an, mit laufender Betreuung ab 199,95 € pro Mitarbeitenden und Monat.
Projekt- und Mengenpreise
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