Zum Inhalt springen
Lenovo EPYC AMD 7313 Prozessor 3 GHz 128 MB L3 Einschub
Ersatzteile & Komponenten

Lenovo AMD EPYC 7313 | 16-Core Server-Prozessor | 3.0-3.7 GHz

Art.-Nr.: PCS7079915

1.515,00 € 1.515,00 €
zzgl. MwSt.

Kurzfristig lieferbar
Individuelle Angebote innerhalb von 24 Stunden
Versandkostenfrei ab 500 € Bei Bestellung vor 12 Uhr schnelle Lieferung
Versicherte Lieferung Bei Transportschaden kostenfreier Ersatz
1.515,00 €

1.515,00 € zzgl. MwSt.

Der Lenovo AMD EPYC 7313 Prozessor ist eine speziell für Server-Anwendungen entwickelte CPU, die ausschließlich mit den Lenovo ThinkSystem SR665 Servern (Modelle 7D2V und 7D2W) kompatibel ist. Mit seinen 16 Kernen, 32 Threads und 128 MB L3-Cache gehört dieser Prozessor zur aktuellen AMD EPYC 7003-Serie und richtet sich an Unternehmen, die rechenintensive Workloads in virtualisierten Umgebungen oder bei parallelen Anwendungen bewältigen müssen. Die Zen 3-Architektur in 7-Nanometer-Fertigung sorgt für eine ausgewogene Balance zwischen Rechenleistung und Energieeffizienz bei einer thermischen Verlustleistung von 155 Watt.

Prozessor-Architektur und Rechenleistung

Der AMD EPYC 7313 basiert auf der bewährten Zen 3-Mikroarchitektur, die in einem modernen 7-Nanometer-Fertigungsprozess hergestellt wird. Diese Fertigung ermöglicht es AMD, 16 vollwertige CPU-Kerne auf einem einzigen Die unterzubringen, wobei jeder Kern über Simultaneous Multithreading (SMT) verfügt – eine Technologie, die es jedem physischen Kern ermöglicht, zwei Threads parallel zu verarbeiten. Dadurch entstehen die insgesamt 32 verfügbaren Threads, die besonders bei Server-Workloads mit hoher Parallelisierung ihre Stärken ausspielen.

Die Basistaktfrequenz liegt bei 3,0 GHz, kann jedoch mittels Precision Boost auf bis zu 3,7 GHz ansteigen, wenn thermische und elektrische Bedingungen es zulassen. Diese dynamische Taktanpassung erfolgt automatisch und kernindividuell – das bedeutet, dass einzelne Kerne höhere Frequenzen erreichen können, wenn andere Kerne gerade weniger ausgelastet sind. Für Server-Administratoren ist das besonders wertvoll, da sich die CPU automatisch an unterschiedliche Lastprofile anpasst.

Der 128 MB große L3-Cache ist zwischen allen Kernen geteilt und fungiert als zentraler Puffer für häufig benötigte Daten. Gerade bei virtualisierten Umgebungen, wo mehrere virtuelle Maschinen gleichzeitig auf denselben Datensatz zugreifen, reduziert dieser große Cache die Zugriffe auf den langsameren Hauptspeicher erheblich. Die Zen 3-Architektur ermöglicht es zudem, dass alle 16 Kerne direkten Zugriff auf den kompletten Cache haben, was die Inter-Core-Kommunikation beschleunigt.

In der Praxis bedeutet das für typische Server-Anwendungen wie VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V, dass sich deutlich mehr virtuelle Maschinen parallel betreiben lassen, ohne dass Performance-Einbußen auftreten. Auch datenbankintensive Anwendungen profitieren vom großen Cache, da häufig abgefragte Indexe und Tabellen im schnellen L3-Speicher vorgehalten werden können.

Speicher-Subsystem und Bandbreite

Der EPYC 7313 verfügt über einen integrierten 8-Kanal-Speicher-Controller, der DDR4-SDRAM mit einer Taktrate von bis zu 3.200 MHz unterstützt. Diese Okta-Channel-Architektur ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Desktop-Prozessoren, die typischerweise nur zwei oder vier Speicherkanäle bieten. Acht parallele Speicherkanäle bedeuten eine theoretische Speicherbandbreite von über 200 GB/s, was bei speicher-intensiven Anwendungen wie In-Memory-Datenbanken oder großen Virtualisierungs-Clustern entscheidend ist.

Die Unterstützung von DDR4-3200 stellt sicher, dass moderne Server-Module mit hoher Kapazität optimal angebunden werden können. Laut Hersteller unterstützt die EPYC-Plattform dabei sowohl RDIMM- als auch LRDIMM-Module, wobei die maximale Speicherkapazität vom jeweiligen ThinkSystem SR665-Modell abhängt. Der integrierte Speicher-Controller verfügt über ECC-Unterstützung (Error Correcting Code), die automatisch Ein-Bit-Fehler korrigiert und Mehr-Bit-Fehler erkennt – ein essentielles Feature für geschäftskritische Anwendungen.

Für Administratoren bedeutet das konkret: Beim Betrieb von SAP HANA, Oracle-Datenbanken oder großen Elasticsearch-Clustern können deutlich größere Datasets im Arbeitsspeicher gehalten werden, was die Antwortzeiten drastisch verbessert. Auch bei Container-Orchestrierung mit Kubernetes profitieren alle parallel laufenden Pods von der hohen verfügbaren Speicherbandbreite.

PCIe-Konnektivität und Erweiterbarkeit

Ein besonderer Vorzug des EPYC 7313 liegt in seiner umfangreichen PCIe 4.0-Unterstützung. Mit 128 PCIe-Lanes direkt vom Prozessor – ohne zusätzliche Chipset-Limitierungen – bietet diese CPU außergewöhnliche Erweiterungsmöglichkeiten. PCIe 4.0 verdoppelt die Bandbreite gegenüber PCIe 3.0 und erreicht 16 GT/s pro Lane, was bei einer x16-Verbindung etwa 32 GB/s entspricht.

Diese hohe Lane-Anzahl ermöglicht es, mehrere High-End-GPUs, NVMe-SSDs und Netzwerkkarten gleichzeitig ohne Bandbreiten-Engpässe zu betreiben. Für KI-Workloads können beispielsweise vier Tesla V100- oder A100-Karten parallel eingesetzt werden, ohne dass sich die Karten die verfügbare Bandbreite teilen müssen. Gleichzeitig können mehrere NVMe-SSDs in PCIe 4.0-Konfiguration für extrem schnelle Storage-Arrays genutzt werden.

In virtualisierten Umgebungen bedeutet das konkret: GPU-Passthrough für VDI-Implementierungen (Virtual Desktop Infrastructure) wird möglich, wobei jede virtuelle Maschine direkten Zugriff auf dedizierte Grafikressourcen erhält. Auch SR-IOV-fähige Netzwerkkarten können ihre volle Leistung entfalten, da jede virtuelle Funktion über ausreichend PCIe-Bandbreite verfügt.

Storage-Performance und NVMe-Unterstützung

Die 128 PCIe 4.0-Lanes ermöglichen es, eine Vielzahl von NVMe-SSDs direkt am Prozessor anzubinden, ohne dass ein zusätzlicher Storage-Controller benötigt wird. Jede PCIe 4.0 x4-Verbindung kann dabei Transferraten von bis zu 8 GB/s erreichen – deutlich mehr als herkömmliche SATA-SSDs mit maximal 600 MB/s. Für datenintensive Anwendungen wie Video-Streaming-Server, Big-Data-Analytics oder Backup-Appliances ist das ein erheblicher Vorteil.

Die direkte Anbindung der Storage-Devices an den Prozessor reduziert zudem die Latenz, da keine zusätzlichen Controller-Chips durchlaufen werden müssen. Bei latenz-kritischen Anwendungen wie Hochfrequenz-Trading-Systemen oder Echtzeit-Datenbanken macht sich das in messbaren Performance-Verbesserungen bemerkbar.

Thermal Design und Energieeffizienz

Mit einer thermischen Verlustleistung (TDP) von 155 Watt positioniert sich der EPYC 7313 im mittleren Bereich der EPYC 7003-Serie. Diese TDP-Spezifikation ist entscheidend für die Auslegung der Kühlungsinfrastruktur im ThinkSystem SR665. Laut Hersteller ist der Prozessor für den Dauerbetrieb bei dieser Verlustleistung ausgelegt, wobei moderne Server-Kühlung mit Redundanz eingeplant werden sollte.

Die 7-Nanometer-Fertigung ermöglicht es AMD, eine hohe Transistordichte zu erreichen und dabei die Energieeffizienz zu optimieren. Pro Watt liefert der EPYC 7313 deutlich mehr Rechenleistung als vergleichbare Prozessoren älterer Generationen. Für Rechenzentren bedeutet das niedrigere Stromkosten bei gleichzeitig höherer Rechenleistung pro Rack-Unit.

Die CPU verfügt über verschiedene Power-Management-Features, die automatisch nicht benötigte Kerne in niedrigere P-States versetzen oder komplett abschalten können. Bei variierenden Lasten – beispielsweise in Development- oder Test-Umgebungen – reduziert sich dadurch der Stromverbrauch erheblich. Server-Administratoren können diese Funktionen über das UEFI-BIOS oder das Betriebssystem konfigurieren.

Socket SP3 und Plattform-Kompatibilität

Der EPYC 7313 nutzt den Socket SP3 (LGA 4094), der speziell für Server-Prozessoren entwickelt wurde und sich grundlegend von Desktop-Sockeln unterscheidet. Dieser Socket bietet nicht nur die mechanische Verbindung zum Mainboard, sondern auch die elektrischen Kontakte für die acht Speicherkanäle und 128 PCIe-Lanes. Der SP3-Socket ist ausschließlich für Server-Mainboards konzipiert und nicht mit Desktop-Systemen kompatibel.

Die Entwicklung speziell für Lenovo ThinkSystem SR665 bedeutet, dass dieser Prozessor als Einschub (Retail-Verpackung) geliefert wird und nicht für den Selbstbau vorgesehen ist. Lenovo hat die Kompatibilität mit den Server-Modellen 7D2V und 7D2W spezifiziert, was eine optimierte Integration in diese Systeme gewährleistet. Das umfasst auch die Abstimmung von UEFI-BIOS, Management-Controller und Kühlungsauslegung.

Für IT-Verantwortliche ist wichtig zu verstehen, dass Server-Prozessoren typischerweise längere Lifecycle-Phasen haben als Desktop-CPUs. AMD gewährleistet für EPYC-Prozessoren üblicherweise mehrere Jahre Verfügbarkeit, was bei der Planung von Server-Refreshs und Ersatzteil-Strategien berücksichtigt werden sollte.

Ideal für diese Einsatzbereiche

  • Virtualisierungs-Hosts für VMware vSphere oder Hyper-V: Die 16 Kerne mit 32 Threads ermöglichen den parallelen Betrieb zahlreicher virtueller Maschinen. Der große L3-Cache und die hohe Speicherbandbreite reduzieren Performance-Einbußen bei Hypervisor-Overhead.
  • Container-Orchestrierung mit Kubernetes oder Docker Swarm: Die hohe Thread-Anzahl ermöglicht es, viele Container-Workloads parallel auszuführen, während die PCIe 4.0-Lanes für schnelle Storage-Anbindung und Netzwerk-Performance sorgen.
  • Datenbank-Server für MySQL, PostgreSQL oder SQL Server: Der 128 MB L3-Cache beschleunigt häufige Datenbankabfragen erheblich, während die acht Speicherkanäle große Datasets effizient verarbeiten können.
  • Backup- und Storage-Appliances: Die 128 PCIe 4.0-Lanes ermöglichen die Anbindung multipler NVMe-SSDs oder High-Speed-Netzwerkkarten für schnelle Backup-Prozesse und Deduplizierung.
  • CI/CD-Build-Server für Softwareentwicklung: Parallele Compilation-Prozesse profitieren von den 32 verfügbaren Threads, während schnelle Storage-Anbindung die Build-Zeiten reduziert.

Häufige Fragen

Ist dieser Prozessor mit anderen Server-Modellen außer dem ThinkSystem SR665 kompatibel?

Nein, laut Hersteller ist dieser EPYC 7313 Prozessor ausschließlich für die Lenovo ThinkSystem SR665 Modelle 7D2V und 7D2W entwickelt und getestet. Obwohl der Socket SP3 theoretisch in anderen Servern verwendet wird, garantiert Lenovo die Kompatibilität nur für diese spezifizierten Systeme.

Wie viele virtuelle Maschinen kann ich mit diesem Prozessor betreiben?

Die Anzahl hängt stark von der Auslastung der einzelnen VMs ab. Mit 32 Threads können bei leichten Workloads durchaus 20-30 kleine VMs parallel laufen. Bei CPU-intensiven Anwendungen sollten Sie etwa 2-4 Threads pro VM einplanen. Der finale Durchsatz wird auch durch verfügbaren RAM und Storage-Performance bestimmt.

Unterstützt der Prozessor ECC-Speicher?

Ja, wie alle AMD EPYC Prozessoren verfügt auch der 7313 über integrierten ECC-Support. Dies ist essentiell für Server-Anwendungen, da ECC-RAM automatisch Ein-Bit-Fehler korrigiert und Mehr-Bit-Fehler erkennt, was die Systemstabilität erhöht.

Welche maximale Speicherkapazität wird unterstützt?

Der Prozessor selbst unterstützt mit seinen acht Speicherkanälen sehr große RAM-Konfigurationen. Die konkrete maximale Speicherkapazität hängt jedoch vom jeweiligen ThinkSystem SR665-Modell und den verwendeten DIMM-Modulen ab. Hierzu sollten Sie die Spezifikationen des entsprechenden Server-Modells konsultieren.

Ist ein Upgrade von älteren EPYC-Generationen möglich?

Das hängt vom jeweiligen Server-Modell ab. Der EPYC 7313 nutzt den Socket SP3, der auch von anderen EPYC-Generationen verwendet wird. Allerdings können BIOS-Kompatibilität, Stromversorgung und Kühlung limitierende Faktoren sein. Konsultieren Sie die Lenovo-Dokumentation für Upgrade-Pfade des ThinkSystem SR665.

Welche Vorteile bietet PCIe 4.0 gegenüber PCIe 3.0?

PCIe 4.0 verdoppelt die Bandbreite pro Lane von 8 GT/s auf 16 GT/s. Mit 128 PCIe 4.0-Lanes können Sie mehr High-Performance-Komponenten wie NVMe-SSDs, GPUs oder Netzwerkkarten ohne Bandbreiten-Engpässe betreiben. Besonders bei Storage-intensiven Anwendungen macht sich die höhere Bandbreite in reduzierten Zugriffszeiten bemerkbar.

Allgemein

Hersteller
Lenovo
Herstellernummer
PCS7079915
Kategorie
Ersatzteile & Komponenten